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Klug Planen, entspannt Reisen: Bahnfahren ohne Belästigung durch betrunkene Fußballfans.

Zivilisierte und andere Fahrgäste

Das Reisen mit der Bahn kann entspannt und kultiviert sein. Wer aber schon einmal mit einem Regionalzug voller betrun­kener Fußballfans mitfuhr, kennt die dunkle Seite des Bahn­fahrens. Alle saufen, viele grölen und rauchen hemm­ungs­los herum. Frauen, Familien und ältere Fahr­gäste drücken sich ver­ängs­tigt zwischen die gepan­zerten Polizeibeamten, die in voraus­sehbar üblen Zügen – auf Kosten der Steuer­zahler – not­wen­diger­wei­se im Ein­stiegs­be­reich jedes Wagens mit­fah­ren. Bei jedem Halt kann der Zug erst weiter­fahren, wenn der letzte Fan seine Zigarette ausgeraucht hat und endlich die Tür frei­gibt.

Natürlich sind nicht alle Fußballfans Säufer; in den Stadien sind üblicherweise viele friedliche Familien dabei. Aber die zu Auswärts­spielen reisenden Fan­gruppen sind nicht immer eine angenehme Gesellschaft.

Verteidigungsversuche der Zivilgesellschaft

Anscheinend wird das in den Zügen der metro­nom Gesell­schaft nach einschlägigen Erfah­rungen ein­geführte Alko­holverbot in Pro­blem­zü­gen besser durch­gesetzt als früher das Rauch­ver­bot. Es scheint tat­säch­lich in einigen Fällen ener­gische Kon­trol­len der Polizei beim Ein­stieg zu geben.

Die Erfahrungen mit der Begrenzung oder dem Verbot des Karten­ver­kaufs an auswärtige Fans sind gemischt. Wegen der Soli­dari­sierung der aufgebrachten – ei­gent­lich verfeindeten – Fan­grup­pen gegen die Polizei müssen solche Maß­nahmen von besonders teuren Polizei­einsätzen begleitet werden. Insgesamt hat das Aussperren der Gäste in Hamburg 2010 und 2012 bei Spielen zwischen St. Pauli und Rostock aber gut ge­klappt.

Er­war­tungs­gemäß emp­fahlen sogenannte „Fan­ex­per­ten” – ähnlich wie Kampf­hund­ex­per­ten und Waffen­narren in ver­gleich­baren Fällen – das Pro­blem an­stelle energischer po­li­zei­li­cher Maß­nahmen wei­ter­hin durch gutes Zureden zu ver­trö­deln.

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Um solchen Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen, soll diese In­for­ma­tionsseite bei der Reise­planung helfen. Im Ka­len­der kann das Datum gewählt werden; dann erscheinen die an diesem Tag geplanten Fußballspiele der ersten bis dritten Liga und die zu befürchtenden Haupt­reisestrecken der Fans.

Wenn bei einem Spiel der genaue Termin noch nicht be­kannt ist, ist der Zeitbereich mit Frage­zeichen ange­geben. Die­se Spie­le können sich noch entsprechend verschieben.

Natürlich gibt es keine Gewähr, außerhalb der hier an­ge­ge­benen Tage von Fußballfans und anderen betrun­kenen Grup­pen verschont zu werden. Beispielsweise werden Fuß­ball­spiele außerhalb der drei er­sten Ligen bisher nicht be­rück­sich­tigt. Umgekehrt können Ent­war­nun­gen bei Sperr­ungen für Aus­wärtsfahrten nicht immer kurzfristig auf­ge­nommen wer­den.

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Stand 15.03.2024